Quereinsteiger 2026: In diesen Berufen gelingt der Wechsel

Autor: Sascha BögeVeröffentlicht am 28. Mai 2026
Symbolbild zum Quereinstieg 2026: Frau plant beruflichen Wechsel mit Laptop und Notizbuch. Thema sind Berufe mit Perspektive, Förderung und Weiterbildung.
Lesezeit: ca. 12 Minuten
Jobwechsel in einen komplett neuen Beruf? Klingt für viele nach Sprung ins kalte Wasser. Tatsächlich ist 2026 einer der besten Momente seit Jahren, um den Schritt zu wagen. Der Arbeitsmarkt hat sich verschoben, der Fachkräftemangel hält an und immer mehr Arbeitgeber öffnen ihre Türen für Quereinsteiger mit anerkannter Weiterbildung statt klassischem Werdegang. Wir zeigen dir, in welchen Berufen 2026 die Chancen besonders gut stehen, welche staatlichen Förderungen den Wechsel finanzieren und wie der Quereinstieg Schritt für Schritt funktioniert.  
Kurz erklärt:
  • Der Bedarf an Fachkräften bleibt hoch: Laut Bundesagentur für Arbeit gibt es 2024 in 163 Berufen einen offiziellen Engpass.
  • Quereinsteiger sind vor allem in Projektmanagement, HR, digitalem Marketing, Coaching, IT, Pflege, Erziehung und Bildungsmanagement gesucht.
  • Geförderte Weiterbildungen über Bildungsgutschein, AVGS, Aufstiegs-BAföG oder KOMPASS decken die Kosten in vielen Fällen zu 100 Prozent.
  • Eine AZAV-zertifizierte Weiterbildung von wenigen Monaten reicht häufig, um den Einstieg in das neue Berufsfeld zu schaffen.
  • Praxisnahe Live-Online-Formate machen die Umschulung neben Familie und Job machbar. 
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Warum 2026 für Quereinsteiger ein gutes Jahr ist

 Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt ist 2026 paradox: Auf der einen Seite sind 2024 im Jahresdurchschnitt rund 2,7 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet gewesen. Auf der anderen Seite finden Unternehmen für viele offene Stellen schlicht keine passende Fachkraft. Die Bundesagentur für Arbeit weist in ihrer Engpassanalyse für 2024 genau 163 Berufe als Engpassberufe aus. Das ist rund jeder achte bewertete Beruf. Weitere 181 Berufe stehen unter Beobachtung, weil sie sich in Engpassberufe entwickeln könnten. Konkret bedeutet das: Knapp die Hälfte aller bei der Bundesagentur gemeldeten Stellen für Fachkräfte, Spezialisten und Experten richtete sich 2024 an Menschen mit einem Beruf, in dem zu wenige Bewerber unterwegs sind. Wer in einen dieser Bereiche umsattelt und eine anerkannte Qualifikation mitbringt, bewegt sich in einem Markt, in dem nicht der Arbeitgeber wählt, sondern die Fachkraft. Drei Entwicklungen verstärken diesen Effekt 2026 zusätzlich:  Erstens der demografische Wandel. Die Babyboomer-Generation wechselt in den Ruhestand. Allein im Pflegebereich rechnet das Statistische Bundesamt bis 2049 mit einer Lücke von 280.000 bis 690.000 Pflegekräften – je nachdem, wie sich Zuwanderung, Ausbildung und Arbeitsbedingungen entwickeln. Die Lücke beginnt aber nicht erst 2049: Schon 2034 fehlen laut der ungünstigen Status-Quo-Variante rund 350.000 Pflegekräfte. Zweitens die Digitalisierung. Marketing, Vertrieb, Personalarbeit und Verwaltung wandern in digitale Tools, ohne dass die klassischen Ausbildungsberufe schnell genug nachziehen. Genau hier finden Quereinsteiger ihre Lücke: Mit einer gezielten Weiterbildung in Social Media, KI-Tools oder digitalem Projektmanagement bringen sie genau die Skills mit, die viele etablierte Fachkräfte noch nicht haben. Drittens das veränderte Arbeitgeberverhalten. Viele Unternehmen sind 2026 pragmatisch geworden. Sie schauen weniger auf den Abschluss und mehr darauf, ob jemand zuverlässig arbeitet, gut kommuniziert und ein Zertifikat einer anerkannten Bildungseinrichtung mitbringt. Quereinsteiger mit einer AZAV-zertifizierten Weiterbildung haben gegenüber Bewerbern ohne Nachweis einen klaren Vorteil.

Die 8 Berufe, in denen Quereinsteiger 2026 wirklich gesucht werden

 Nicht jeder Beruf ist gleich offen für Quereinsteiger. Manche Branchen verlangen weiterhin klassische Wege, in anderen sind die Türen weit geöffnet. Wir haben acht Felder zusammengestellt, in denen 2026 echte Chancen bestehen und für die es geförderte Weiterbildungen gibt. 

1. Projektmanagement und agile Rollen

Projektmanagement ist 2026 der Klassiker unter den Quereinstiegen. Wer organisieren kann, Verantwortung übernimmt und mit Menschen umgehen kann, hat hier alle Karten in der Hand. Ein klassisches Studium ist nicht zwingend nötig, viel wichtiger ist ein anerkanntes Zertifikat und Methodensicherheit in agilen Frameworks wie Scrum oder Kanban. Für den Einstieg ohne Vorerfahrung eignen sich besonders Zertifizierungen wie IPMA Level D, Scrum Master (PSM I) oder Projektmanagement IHK. Einstiegspositionen finden sich häufig als Projektassistenz, im Project Management Office (PMO) oder als Junior Project Manager. Das realistische Einstiegsgehalt liegt 2026 in einer Spanne von ungefähr 45.000 bis 60.000 Euro brutto pro Jahr. Besonders gefragt sind Quereinsteiger, die nicht nur klassisches Projektmanagement beherrschen, sondern auch agile Transformation begleiten können. Wer beides verbindet, wird in Konzernen, Mittelstand und IT-Beratungen aktiv gesucht. Die Business Trends Academy bietet hier mit Modulen wie Agiles Management, Agile Change Expert und dem Agilen Coach passgenaue Wege, die alle mit Bildungsgutschein förderfähig sind.  

2. Personalwesen und HR

Der HR-Bereich hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Personalreferentinnen und Personalreferenten kümmern sich heute nicht nur um Verträge und Lohnabrechnung, sondern um Mitarbeiterbindung, Recruiting, Onboarding und betriebliche Weiterbildung. Quereinsteiger mit kaufmännischer Erfahrung, Beratungs- oder Verkaufserfahrung sind gefragt, weil sie Menschen lesen können und Prozesse mitbringen, die in klassischen Personalabteilungen oft fehlen. Der typische Einstieg führt über eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Personalreferenten oder zur Personalreferentin. Die Spanne der Einstiegsgehälter liegt 2026 erfahrungsgemäß zwischen 38.000 und 48.000 Euro brutto pro Jahr, mit IHK-Abschluss und drei bis fünf Jahren Erfahrung sind 55.000 bis 70.000 Euro realistisch. Die Förderung läuft entweder über das Aufstiegs-BAföG (bei IHK-Aufstiegsfortbildungen) oder über das Qualifizierungschancengesetz für Beschäftigte, die sich neu ausrichten möchten. In der Personalwesen-Weiterbildung der BTA lassen sich einzelne Module wie Recruiting, Lohn- und Gehaltsabrechnung oder Mitarbeiterführung zu einer kompletten HR-Qualifikation zusammenstellen. Genau diese Modularität macht den Wechsel auch für Eltern, Pflegende oder Berufstätige machbar.   

3. Digitales Marketing und Social Media Management

Kein anderer Bereich hat in den letzten fünf Jahren so viele Quereinsteiger gesehen wie das digitale Marketing. Der Grund: Klassische Marketing-Studienabsolventinnen und -absolventen lernen oft Theorie, die im Tagesgeschäft mit TikTok, Instagram Reels, KI-Tools wie ChatGPT oder Midjourney und Paid-Social-Kampagnen kaum noch hilft. Wer praktisch denkt, sich in Plattformen reinarbeitet und ein zertifiziertes Weiterbildungspaket mitbringt, hat 2026 hervorragende Karten. Das Einstiegsgehalt für Social Media Manager liegt 2026 typischerweise bei rund 30.000 bis 38.000 Euro brutto. Wer KI-Tools sicher beherrscht und Paid-Social-Kampagnen aufsetzen kann, hebt das Gehalt nach erfahrungsgemäßen Marktangaben um 5.000 bis 10.000 Euro pro Jahr. Im Durchschnitt verdienen erfahrene Social Media Manager 2026 zwischen 38.000 und 55.000 Euro. Geförderte Weiterbildungen über den Bildungsgutschein decken die Kosten häufig zu 100 Prozent. Wichtig ist die AZAV-Zertifizierung des Trägers – ohne sie zahlt die Agentur für Arbeit nicht. Die BTA-Module zum Community und Social Media Management verbinden Strategie, Content, Paid-Social und KI-gestützte Workflows in einer Live-Online-Lernumgebung.  

4. Coaching und Beratung

Coaching ist der vielleicht klassischste Quereinstiegsberuf überhaupt, weil es keinen staatlich anerkannten Abschluss gibt. Heißt im Klartext: Wer eine anerkannte Coaching-Weiterbildung absolviert und sich klug positioniert, kann sich Coach nennen. Genau diese Offenheit zieht 2026 viele Menschen aus HR, Beratung, Therapie oder Führung in die Branche. Erfolgreiche Coachings setzen Lebenserfahrung voraus – ein klarer Vorteil für Quereinsteiger über 35. Wer aus einem Beruf kommt, in dem Menschen geführt, beraten oder begleitet wurden, bringt das Fundament schon mit. Die Weiterbildung baut darauf Methoden, Selbstreflexion und ein tragfähiges Coaching-Modell auf. Wichtige Punkte für den Erfolg: ein klares Profil (Business Coaching, Karriere-Coaching, Gesundheits-Coaching), Sichtbarkeit über LinkedIn und Website sowie ein belastbares Netzwerk in den ersten zwei Jahren. Eine AZAV-zertifizierte Coaching-Ausbildung lässt sich über AVGS oder Bildungsgutschein finanzieren. Die BTA-Coaching-Module decken Business Coaching, Agiles Coaching und systemische Beratung ab und kombinieren sie mit Praxisanteilen, die für den Markteinstieg wichtig sind.  

5. IT-Support und IT-Administration

Die IT bleibt 2026 einer der offensten Quereinstiegsbereiche. Wichtig ist die Erwartung an sich selbst: Reine Softwareentwicklung ohne technischen Hintergrund ist für Quereinsteiger nur in Ausnahmefällen realistisch. Wer aber im IT-Support, in der IT-Administration, im Cloud-Operations-Bereich, in der Datenanalyse oder bei Low-Code-Automatisierung einsteigt, findet 2026 schnell offene Türen. Die Wege zum IT-Quereinstieg sind klar: AZAV-zertifizierte Bootcamps und Weiterbildungen (drei bis neun Monate, häufig mit Bildungsgutschein zu 100 Prozent gefördert), berufsbegleitende Fortbildungen wie zum Geprüften IT-Berater (IHK) oder das Selbstlernen über Online-Plattformen mit anschließendem Portfolio-Aufbau. Im Bewerbungsgespräch zählen nachweisbare Projekte, GitHub-Repositorys oder Live-Demos mehr als reines Zertifikatpapier. Das Einstiegsgehalt liegt 2026 typischerweise zwischen 38.000 und 48.000 Euro brutto. Wer in den ersten zwei Jahren Spezialwissen aufbaut (Cloud-Plattformen wie AWS oder Azure, Datenanalyse, IT-Security), springt schnell in höhere Gehaltsstufen.  

6. Pflege und Gesundheitsberufe

Kein Bereich braucht 2026 dringender Personal als die Pflege. Die Pflegekräftevorausberechnung des Statistischen Bundesamts zeigt: Der Bedarf an erwerbstätigen Pflegekräften steigt von 1,62 Millionen im Jahr 2019 auf voraussichtlich 2,15 Millionen im Jahr 2049 – ein Plus von 33 Prozent. Schon 2034 fehlen je nach Variante 90.000 bis 350.000 Pflegekräfte. Quereinsteiger steigen typischerweise über drei Wege ein: über die einjährige Ausbildung zur Pflegehilfskraft (gefördert über den Bildungsgutschein), über die dreijährige Umschulung zur Pflegefachkraft (Bildungsgutschein möglich, in Mangelberufen oft vollständig gefördert) oder über Hilfstätigkeiten in Betreuung und Alltagsbegleitung mit kurzen Qualifizierungen. Für Menschen, die nicht direkt am Pflegebett arbeiten möchten, öffnen sich zudem Bereiche wie betriebliches Gesundheitsmanagement, Pflegeberatung oder Pflegedokumentation und -verwaltung. Wer den Übergang zum betrieblichen Gesundheitsmanagement sucht, findet bei der bta das passende Modul Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie die Modulkombination zur betriebspsychologischen Beratung – beides Felder, in denen Unternehmen 2026 zunehmend investieren.  

7. Erziehung und frühkindliche Bildung

Erzieherinnen und Erzieher werden bundesweit händeringend gesucht – sie zählen laut Bundesagentur für Arbeit zu den Berufen mit den stärksten Engpässen. Der Quereinstieg ist möglich, läuft aber je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Der häufigste Weg ist die Praxisintegrierte Ausbildung (PIA): drei Jahre, bezahlt, mit festen Praxisphasen in Kitas oder Jugendhilfeeinrichtungen. In einigen Bundesländern wie Berlin, Sachsen oder Schleswig-Holstein erleichtern die Behörden den Zugang für Personen mit fachfremden Abschlüssen. Andere Länder wie Niedersachsen, Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern verlangen Vorqualifikationen aus pflegerischen Berufen. Für den Quereinstieg gilt zudem: erweitertes Führungszeugnis und Nachweis der Masernschutzimpfung sind Pflicht. Wer aus dem pädagogischen Umfeld kommt oder mit Kindern bereits gearbeitet hat (Vereine, Ehrenamt, Sport), hat häufig leichteren Zugang. Wichtig ist, sich vor der Bewerbung bei der zuständigen Landesbehörde über die genauen Anforderungen zu informieren, weil sich die Regelungen oft ändern.  

8. Bildungsmanagement und betriebliche Weiterbildung

Ein oft übersehener, aber 2026 stark wachsender Bereich: das Bildungsmanagement. Unternehmen investieren angesichts des Fachkräftemangels massiv in interne Weiterbildung. Wer Lernkonzepte entwickeln, digitale Lernformate aufsetzen, Trainer:innen koordinieren oder ein Personal- und Lernentwicklungsprogramm leiten kann, ist gefragt. Für Quereinsteiger eignet sich dieser Bereich besonders, wenn sie aus Personalentwicklung, Trainertätigkeit, Coaching oder klassischen Bildungsberufen kommen. Eine spezialisierte Weiterbildung wie der Bildungsmanager der BTA dauert drei Monate und kombiniert Lernpsychologie, didaktische Methodik und digitale Lerntools – Skills, die in Personalabteilungen, Akademien und Bildungsträgern 2026 stark nachgefragt sind.

Welche Stärken Quereinsteiger 2026 mitbringen sollten

 Die fachlichen Inhalte lassen sich in jeder Weiterbildung lernen. Was Quereinsteiger 2026 wirklich auszeichnet, sind die Stärken, die sie aus ihrem bisherigen Berufsleben mitbringen. Genau diese Stärken machen den Unterschied zu Bewerbern mit klassischem Werdegang aus. Lernbereitschaft und Methodensicherheit. Wer nach Jahren oder Jahrzehnten im Beruf bereit ist, sich neu auf eine Lernrolle einzulassen, zeigt etwas, das viele Berufseinsteiger erst lernen müssen: bewusst Wissen aufzubauen, statt nur Aufgaben abzuarbeiten. Resilienz und Stressresistenz. Quereinsteiger haben in ihrem bisherigen Beruf schwierige Phasen durchgestanden – Reorganisationen, Konflikte, Engpässe. Diese Belastbarkeit ist im neuen Feld ein Trumpf. Kommunikation und Lebenserfahrung. Wer seit zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren mit Kollegen, Kundinnen und Vorgesetzten arbeitet, kennt die feinen Nuancen menschlicher Kommunikation. Genau das brauchen Felder wie HR, Coaching, Beratung oder Personalentwicklung. Klare Motivation. Wer aktiv den Quereinstieg wählt, tut das nicht aus Verlegenheit. Diese bewusste Entscheidung merken Arbeitgeber im Gespräch sofort. Sie unterscheidet Quereinsteiger von Kandidatinnen und Kandidaten, die einfach nur einen Job suchen. Branchenkenntnis aus dem Vorberuf. Eine ehemalige Hotelfachfrau, die ins HR wechselt, kennt Schichtarbeit, Servicekultur und Personalfluktuation aus eigener Erfahrung. Ein Vertriebsmitarbeiter, der ins Projektmanagement wechselt, weiß, wie Stakeholder ticken. Genau diese Brückenkompetenz ist Gold wert.

Quereinstieg in drei Schritten: So gehst du vor

 Viele schieben den Wechsel monate- oder jahrelang vor sich her. Dabei lässt sich der Quereinstieg in drei klaren Schritten strukturieren, wenn man die Förderlandschaft kennt. Monat 1: Standortbestimmung und Zielberuf wählenBevor du eine Weiterbildung buchst, klärst du zwei Dinge: Welches Feld passt zu deinen Stärken? Und in welchem Beruf ist die Nachfrage am höchsten? Eine Standortbestimmung mit einem Coach oder einer Berufsberatung der Agentur für Arbeit kostet meist nichts und gibt Klarheit. Viele Bildungsanbieter, darunter auch die bta, bieten kostenlose Erstberatungen an. Konkrete Fragen, die du klären solltest: Welche Wochenstundenzahl ist realistisch? Brauchst du eine berufsbegleitende oder eine vollständige Umschulung? Bist du bereit zum Umzug? Monat 2: Förderung beantragenSobald das Zielfeld klar ist, geht es zum Jobcenter oder zur Agentur für Arbeit. Stell den Antrag auf einen Bildungsgutschein, lass dich zum Aufstiegs-BAföG beraten oder klär, ob ein AVGS in Frage kommt. Wer als Selbstständiger plant, prüft die KOMPASS-Förderung. Die meisten zertifizierten Bildungsträger unterstützen beim Antragsprozess und kennen die Formulare aus dem Effeff. Wichtig: Den Antrag immer vor Beginn der Weiterbildung stellen – nachträglich gibt es keine Förderung. Monat 3: Weiterbildung startenMit der Förderung in der Tasche wählst du den passenden Anbieter. Achte auf AZAV-Zertifizierung, transparente Modulstruktur, Live-Unterricht statt reines Selbststudium und kostenfreie Prüfungsoption. Bei monatlichem Kursstart, wie ihn die bta anbietet, kann es schnell losgehen. Nach drei bis sechs Monaten bist du bei vielen Weiterbildungen bereits mit einem anerkannten Abschluss zurück am Markt.

Förderung 2026: Wer zahlt deine Weiterbildung?

 Der größte Mythos beim Quereinstieg lautet: "Das ist teuer." Tatsächlich gibt es 2026 in Deutschland so viele Fördermöglichkeiten wie selten zuvor. Für die meisten Quereinsteiger bleibt nach Beratung und Antrag kein oder nur ein kleiner Eigenanteil übrig. Hier die wichtigsten Förderwege im Überblick. Der Bildungsgutschein (BGS) ist das zentrale Förderinstrument der Agentur für Arbeit und des Jobcenters. Voraussetzung: Du bist arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht oder hast Anspruch auf eine Anpassungsqualifizierung. Bei einer AZAV-zertifizierten Maßnahme übernimmt die Agentur für Arbeit häufig 100 Prozent der Lehrgangskosten plus Fahrt- und Prüfungskosten. Eigenanteil: oft null Euro. Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) finanziert individuelle Coachings und Vorbereitungsmaßnahmen, die dich auf den neuen Beruf vorbereiten. Besonders praktisch für Quereinsteiger, die erst noch Klarheit über ihren Zielberuf gewinnen wollen. Das Aufstiegs-BAföG (AFBG) richtet sich an alle, die eine Aufstiegsfortbildung machen – etwa zum Fachwirt, zur Personalreferentin (IHK) oder zum Bildungsmanager. Bezuschusst werden bis Oktober 2026 50 Prozent der Lehrgangskosten als nicht zurückzuzahlender Zuschuss, der Rest läuft als zinsgünstiges KfW-Darlehen. Bei bestandener Prüfung werden zudem 50 Prozent des Darlehens erlassen. Wichtig zu wissen: Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 tritt eine Aufstiegs-BAföG-Reform in Kraft, durch die der Zuschussanteil auf voraussichtlich 60 Prozent steigt. Wer den Wechsel später im Jahr plant, profitiert also von einer noch besseren Förderquote. Das Qualifizierungschancengesetz richtet sich an Beschäftigte. Wenn der eigene Beruf durch Digitalisierung oder Strukturwandel gefährdet ist, übernehmen Arbeitgeber und Agentur für Arbeit anteilig die Weiterbildungskosten. Praktisch für Quereinsteiger, die noch im alten Job sind und sich parallel neu aufstellen wollen. Die KOMPASS-Förderung richtet sich speziell an Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen mit maximal einer Vollzeitkraft. Voraussetzung ist, dass du seit mindestens zwei Jahren hauptberuflich selbstständig bist. Übernommen werden bis zu 90 Prozent der Weiterbildungskosten, maximal 4.500 Euro pro Maßnahme. Wer als Coach, Berater oder freier Trainer durchstarten will, sollte diesen Weg unbedingt prüfen – einen aktuellen Statusüberblick und Antragsleitfaden findest du im bta-Beitrag zur KOMPASS-Förderung 2026. Eine kompakte Übersicht aller Förderwege 2026 mit Voraussetzungen und Antragsschritten findest du im bta-Blogartikel Förderung einer Weiterbildung 2026.

Was Quereinsteiger bei der Bewerbung beachten sollten

 Eine Weiterbildung allein reicht nicht. Wer den Quereinstieg ernsthaft angehen will, braucht ein Bewerbungsprofil, das den Wechsel verständlich macht. Das Anschreiben muss erklären, warum du wechselst. Arbeitgeber wollen wissen, dass deine Entscheidung durchdacht ist. Keine Phrasen, sondern eine klare, kurze Begründung: Was hat dich zum Wechsel bewogen? Was nimmst du aus dem Vorberuf mit? Was hast du dir konkret in der Weiterbildung erarbeitet? Der Lebenslauf zeigt Brücken statt Brüche. Ordne deine bisherigen Stationen so, dass die Verbindung zum neuen Beruf sichtbar wird. Eine ehemalige Hotelmanagerin, die in HR wechselt, hebt Schichtplanung, Mitarbeitergespräche und Personalverantwortung hervor. Ein Lehrer, der in Bildungsmanagement geht, beschreibt seine Curriculum-Arbeit, Trainings und didaktischen Konzepte. Konkrete Projekte und Praxisbeispiele. Wer aus dem digitalen Marketing kommt, zeigt im Bewerbungsprozess eigene Kampagnen, Reichweiten oder Tools. Wer in IT wechselt, baut ein kleines Portfolio mit Projekten auf. Quereinsteiger im Projektmanagement liefern eine Projektübersicht aus dem alten Job – auch wenn die nicht "Projektmanager" hieß. Zertifikate und Trägername sichtbar. Eine AZAV-zertifizierte Weiterbildung über die Bundesagentur ist ein klares Qualitätssignal. Trägername (zum Beispiel Business Trends Academy), Modullänge, Lerninhalte und Abschlusszertifikat gehören sichtbar in den Lebenslauf.

Fazit: 2026 ist dein Jahr für den Wechsel

Quereinsteiger 2026 haben so gute Karten wie selten. Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen, sich von klassischen Werdegängen zu lösen und auf Persönlichkeit, Motivation und nachweisbare Qualifikationen zu schauen. In Projektmanagement, HR, digitalem Marketing, Coaching, IT, Pflege, Erziehung und Bildungsmanagement entstehen täglich neue Chancen, die vor zehn Jahren undenkbar gewesen wären. Der entscheidende Schritt liegt bei dir. Hol dir Klarheit über deinen Zielberuf, beantrage die passende Förderung und wähle einen AZAV-zertifizierten Bildungsträger, der zu deinem Lebensmodell passt. Schon mit einer Weiterbildung von wenigen Monaten kannst du den Wechsel realisieren – mit minimalem finanziellem Risiko, weil der Staat in den meisten Fällen einen Großteil der Kosten übernimmt. 👉 Werde jetzt konkret: Schau dir die Weiterbildungen der BTA an, vergleiche Module und ruf die kostenlose Erstberatung an. Wir helfen dir dabei, den passenden Weg zu finden, die Förderung zu beantragen und in deinen neuen Beruf zu starten. Welche Weiterbildung bringt dich 2026 wirklich weiter?Wir beraten dich individuell und finden gemeinsam die Weiterbildung, die zu deinen Zielen und deinem aktuellen Stand passt. Kostenlose Erstberatung unter 0800 9999 101 oder per Mail an office@bta-weiterbildung.de. 

Quellen

  • Bundesagentur für Arbeit (28.05.2025): Qualifizierte Fachkräfte weiterhin gesucht – Engpässe in 163 Berufen. arbeitsagentur.de
  • Statistisches Bundesamt Destatis (24.01.2024): Pressemitteilung Nr. 033 – Bis 2049 werden voraussichtlich mindestens 280.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. destatis.de
  • Bundesagentur für Arbeit: Fachkräfteengpassanalyse, Statistikportal. statistik.arbeitsagentur.de
  • Deutscher Bildungsserver: Quer- und Seiteneinstieg für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher. bildungsserver.de
  • Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Aufstiegs-BAföG – Wie wird gefördert? aufstiegs-bafoeg.de
  • ESF Plus 2021 bis 2027: KOMPASS – Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige. esf.de 

Die häufigsten Fragen zum Quereinstieg 2026 (FAQ)

 Welche Berufe sind 2026 am offensten für Quereinsteiger?Besonders zugänglich sind Projektmanagement, Personalwesen, digitales Marketing und Social Media, Coaching, IT-Support, Pflege, Erziehung sowie Bildungsmanagement. In all diesen Feldern existieren AZAV-zertifizierte Weiterbildungen, die über den Bildungsgutschein gefördert werden können. Wie lange dauert eine Weiterbildung für einen Quereinstieg?Das hängt vom Ziel ab. Einzelne Module dauern ein bis drei Monate, Modulkombinationen drei bis sechs Monate, vollständige Umschulungen wie zur Pflegefachkraft zwei bis drei Jahre. Bei der bta beginnen viele Module monatlich neu, sodass kurzfristige Starts möglich sind. Was kostet eine geförderte Weiterbildung als Quereinsteiger?Bei AZAV-zertifizierten Trägern und vorliegendem Bildungsgutschein übernimmt die Agentur für Arbeit häufig 100 Prozent der Lehrgangskosten. Eigenanteil: in der Regel null Euro. Beim Aufstiegs-BAföG werden bis Oktober 2026 50 Prozent als Zuschuss übernommen, ab dem 1. Oktober 2026 steigt der Zuschussanteil im Zuge der Reform auf voraussichtlich 60 Prozent. Der Rest läuft als zinsgünstiges KfW-Darlehen. Brauche ich einen bestimmten Schulabschluss für den Quereinstieg?Für die meisten Felder reicht ein mittlerer Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Für Aufstiegsfortbildungen wie zum Personalfachkaufmann ist meist eine abgeschlossene Ausbildung plus Berufserfahrung nötig. Für Coaching gibt es keine formalen Mindestanforderungen, hier zählt die Weiterbildung selbst. Habe ich als Quereinsteiger schlechtere Karten bei der Bewerbung?In Mangelberufen ist das Gegenteil der Fall. Arbeitgeber sind 2026 offener für Quereinsteiger, wenn die Weiterbildung anerkannt ist und die Motivation überzeugt. Praxiserfahrung aus anderen Branchen wird in vielen Fällen als Pluspunkt gewertet. Kann ich den Quereinstieg neben Job und Familie machen?Ja. Viele Bildungsträger – darunter die bta – bieten Live-Online-Unterricht in Vollzeit oder berufsbegleitend an. Berufsbegleitende Modelle verteilen die Lernzeit auf mehrere Monate und passen in den Feierabend oder das Wochenende. Ist ein Quereinstieg ab 45 oder 50 noch sinnvoll?Ja. Erfahrung wird 2026 von Arbeitgebern aktiv gesucht. Wer einen Wechsel ab 45 plant, hat oft eine Berufsperspektive von 15 bis 20 Jahren vor sich – mehr als genug, damit sich die Weiterbildung mehrfach amortisiert. Ein eigener bta-Blogartikel zum beruflichen Neuanfang ab 45 geht genauer auf dieses Thema ein. Was passiert, wenn mein Bildungsgutschein abgelehnt wird?Eine Ablehnung bedeutet nicht das Ende. In vielen Fällen lässt sich der Antrag mit einer besseren Begründung oder einem anderen Bildungsträger erfolgreich neu stellen. Die bta hat dazu einen ausführlichen Ratgeber Bildungsgutschein abgelehnt? Das kannst du jetzt tun veröffentlicht.
Sascha Böge Digital Marketing Manager & Product Owner bei der bta
Autor: Sascha Böge
Digital Marketing Manager & Product Owner Fachbereichsleiter Digitales Marketing bei der Business Trends Academy (BTA). Mit 15 Jahren Berufserfahrung – darunter langjährige Trainertätigkeit – verantwortet er den Fachbereich Digitales Marketing und die BTA-Website. Als zertifizierter Product Owner und mit technischem Hintergrund in Webentwicklung entwickelt er die Content- und Sichtbarkeitsstrategie der BTA für Akademiker in beruflichen Veränderungssituationen. 
Illustration eines Gesichts im Profil mit einer großen Glühbirne im Kopfbereich, aus der Lichtstrahlen hervorgehen.
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Welche Weiterbildung bringt dich 2026 wirklich weiter?

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