QCG-Förderung: Weiterbildung staatlich gefördert für Arbeitnehmer

Frau sitzt zuversichtlich am Schreibtisch mit Laptop und Dokument – Symbol für berufliche Neuorientierung und Weiterbildung.
Autor: Sascha BögeArtikel veröffentlicht am: 26.02.2026
Kurz erklärt: Das Qualifizierungschancengesetz (QCG) ist dein Ticket zur staatlich geförderten Weiterbildung – die Bundesagentur für Arbeit übernimmt bis zu 100 Prozent deiner Lehrgangskosten, damit du fit für die digitale Arbeitswelt wirst. Du brauchst nur einen sozialversicherungspflichtigen Job, ein Weiterbildungsangebot mit über 120 Stunden und eine vier Jahre zurückliegende Ausbildung. So funktioniert dein beruflicher Neustart mit echtem finanziellem Rückenwind.

Was ist die QCG-Förderung und warum gibt es sie?

 Das Qualifizierungschancengesetz (QCG) ermöglicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland, sich beruflich weiterzubilden – und das mit staatlicher Förderung von bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten. Trotzdem kennen viele Beschäftigte diese Möglichkeit gar nicht. In diesem Artikel erfährst du, wer Anspruch auf die QCG-Förderung hat, wie du sie beantragst und welche oft übersehenen Vorteile sie für deine Karriere bereithält.  Das Qualifizierungschancengesetz trat 2019 in Kraft und wurde seitdem mehrfach erweitert, zuletzt durch das Arbeit-von-morgen-Gesetz. Ziel der QCG-Förderung ist es, Beschäftigte fit für den digitalen und strukturellen Wandel zu machen. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dabei anteilig oder vollständig die Weiterbildungskosten und kann dem Arbeitgeber zusätzlich Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Qualifizierungsphase zahlen. So profitieren Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen. So kann man die Weiterbildung fördern lassen.
Tipp: Sprich am besten vorab mit deinem Arbeitgeber und dem Weiterbildungsanbieter deiner Wahl. Bei der bta unterstützen wir dich gern dabei, alle nötigen Nachweise zusammenzustellen – damit du deine QCG-Förderung beantragen kannst und dich voll auf deinen nächsten Karriereschritt konzentrieren kannst.
Grundsätzlich richtet sich die Weiterbildung Förderung Arbeitnehmer an Beschäftigte, deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt werden können, die in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind oder die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben. Dabei spielt es keine Rolle, ob du in Vollzeit, Teilzeit oder befristet angestellt bist. Entscheidend ist, dass die letzte vergleichbare Ausbildung mindestens vier Jahre zurückliegt und die Weiterbildung mehr als 120 Stunden umfasst – diese Anforderungen sind im Qualifizierungschancengesetz Voraussetzungen für die Förderung festgelegt. 
  • Du bist sozialversicherungspflichtig beschäftigt
  • Deine berufliche Tätigkeit ist vom Strukturwandel oder der Digitalisierung betroffen
  • Die angestrebte Weiterbildung umfasst mehr als 120 Stunden
  • Deine letzte vergleichbare Ausbildung oder Förderung liegt mindestens vier Jahre zurück
  • Die Weiterbildung wird von einem zugelassenen Träger durchgeführt (AZAV-Zertifizierung = Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

Wie hoch ist die QCG-Förderung? Staffelung nach Unternehmensgröße

 Die Höhe der QCG-Förderung richtet sich nach der Größe des Unternehmens sowie nach individuellen Faktoren wie Alter oder Qualifizierungsziel. 

Kleinstunternehmen (unter 10 Mitarbeitende)

 Bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten können übernommen werden. Zusätzlich sind Arbeitsentgeltzuschüsse von bis zu 75 Prozent möglich. 

Kleine und mittlere Unternehmen (unter 250 Mitarbeitende)

 Auch hier können bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten gefördert werden. Der Zuschuss zum Arbeitsentgelt liegt häufig zwischen 50 und 75 Prozent. 

Größere Unternehmen (ab 250 Mitarbeitende)

 Die Förderung der Lehrgangskosten liegt in der Regel zwischen 25 und 50 Prozent. Auch beim Arbeitsentgelt sind Zuschüsse in vergleichbarer Höhe möglich.  Die QCG-Förderung ist eine der großzügigsten staatlichen Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung in Deutschland – und dennoch wird sie von Millionen Beschäftigten nicht genutzt. Wer sich jetzt informiert und handelt, investiert in eine zukunftssichere Karriere, ohne selbst tief in die Tasche greifen zu müssen.
Vergleichsgrafik der QCG-Förderung 2026 in Deutschland nach Unternehmensgröße mit drei Balken und Prozentwerten für Lehrgangskosten und Arbeitsentgeltzuschuss.

5 Vorteile der QCG-Förderung, die kaum jemand kennt

 
  • Branchenunabhängig: Die Förderung steht Beschäftigten aller Wirtschaftszweige offen – nicht nur technischen Berufen
  • Auch für Ältere attraktiv: Beschäftigte ab 45 Jahren in KMU erhalten oft eine noch höhere Förderquote(100%)
  • Arbeitgeber profitieren doppelt: Neben der Kostenübernahme für den Lehrgang gibt es Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Weiterbildung
  • Kombination möglich: Die QCG-Förderung lässt sich in bestimmten Fällen mit anderen Förderprogrammen wie dem Aufstiegs-BAföG kombinieren
  • Berufsbegleitend nutzbar: Viele geförderte Weiterbildungen lassen sich in Teilzeit oder berufsbegleitend absolvieren, sodass kein Jobwechsel nötig ist

So beantragst du die QCG-Förderung Schritt für Schritt

 Der erste Schritt ist ein Beratungsgespräch bei deiner zuständigen Agentur für Arbeit. Dort wird gemeinsam mit dir geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sind und welche Weiterbildung in Frage kommt. Anschließend wählt ihr einen zertifizierten Bildungsträger aus. Dein Arbeitgeber muss der Weiterbildung zustimmen und stellt in der Regel einen formlosen Antrag bei der Arbeitsagentur(Arbeitgeberservice). Nach Genehmigung erhältst du einen Bildungsgutschein, den du beim Bildungsträger einlöst. Wichtig: Beginne die Weiterbildung nicht vor der Genehmigung, da eine rückwirkende Förderung ausgeschlossen ist.  Du brauchst die Schritte nicht zwingend in dieser Reihenfolge zu gehen. Es kann auch sinnvoll sein, zunächst mit Deinem Arbeitgeber zu klären, dass dieser den Förderantrag direkt bei der Agentur für Arbeit also den Arbeitnehmer Service einreicht – danach läuft der weitere Prozess von selbst an.
Infografik zur QCG-Förderung 2026: Voraussetzungen (sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 4-Jahres-Regel, mind. 120 Stunden Umfang) und finanzielle Vorteile (bis zu 100 % Kostenübernahme für Kleinstunternehmen und KMU, bis zu 75 % Lohnkostenzuschuss für Arbeitgeber). Schwerpunkt auf Weiterbildungen zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

Welche Unterlagen brauchst du, um die QCG-Förderung zu beantragen?

 Damit dein Antrag auf QCG-Förderung reibungslos läuft, solltest du alle wichtigen Dokumente frühzeitig zusammenstellen. Je besser du vorbereitet bist, desto schneller kann die Agentur für Arbeit über deine staatlich geförderte Weiterbildung entscheiden – und desto eher kannst du durchstarten.  Ausgefüllter Antrag auf Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz,Nachweis über das bestehende Arbeitsverhältnis (z. B. Arbeitsvertrag),Beschreibung der geplanten Weiterbildung inklusive Maßnahmenummer des Bildungsträgers,Kostenaufstellung des zertifizierten Weiterbildungsanbieters,Stellungnahme des Arbeitgebers zur geplanten Qualifizierung  Tipp: Sprich am besten vorab mit deinem Arbeitgeber und dem Weiterbildungsanbieter deiner Wahl. Bei der bta unterstützen wir dich gern dabei, alle nötigen Nachweise zusammenzustellen – damit du dich voll auf deinen nächsten Karriereschritt konzentrieren kannst.

QCG-Förderung 2026: Was sich aktuell geändert hat

 Das Qualifizierungschancengesetz wird regelmäßig angepasst, um den sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Auch 2026 gelten erweiterte Fördermöglichkeiten – besonders für Branchen im digitalen Wandel. Wenn du jetzt eine staatlich geförderte Weiterbildung planst, profitierst du von aktuell besonders günstigen Rahmenbedingungen.  Höhere Zuschüsse für kleine und mittlere Unternehmen seit 2025,Vereinfachtes Antragsverfahren bei der Agentur für Arbeit,Stärkerer Fokus auf Zukunftskompetenzen wie Digitalisierung, KI und Projektmanagement,Auch Beschäftigte über 45 Jahre werden gezielt gefördert  Gerade jetzt lohnt es sich, die QCG-Förderung zu beantragen – denn die politische Unterstützung für berufliche Weiterbildung ist so stark wie nie. Bei der bta beraten wir dich persönlich und helfen dir, die aktuellen Fördermöglichkeiten optimal für deinen Neuanfang zu nutzen.

QCG-Förderquoten 2026: Wer erhält wie viel Zuschuss?

 Die Förderquoten der QCG sind gestaffelt und hängen von deinem Alter sowie der Unternehmensgröße ab. Beschäftigte ab 45 Jahren profitieren von den höchsten Zuschüssen: Arbeitgeber erhalten bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten erstattet, wenn sie ihre älteren Mitarbeitenden weiterbilden – ein starkes Signal für lebenslanges Lernen. Für jüngere Arbeitnehmer liegt die Quote typischerweise bei 50 bis 75 Prozent. Besonders attraktiv wird die Förderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Ab 2026 wurden die Anreize erhöht, damit auch kleinere Betriebe ihre Teams digital fit machen können. Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden erhalten niedrigere Förderquoten – ein bewusstes Konzept, um Chancengleichheit zu wahren. Zusätzlich zu den Lehrgangskosten bezuschusst die Agentur für Arbeit auch Arbeitsentgeltfortzahlungen während der Weiterbildung, was gerade bei längeren Qualifizierungen entscheidend ist.

Digitale Kompetenzen im Fokus der QCG-Förderung

 Digitale Transformation ist eines der Kernthemen der QCG-Förderung. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt besonders Weiterbildungen in zukunftsrelevanten Bereichen wie digitalen Geschäftsprozessen – insbesondere wenn sie auf Fachkräftemangel in deiner Branche abzielen. Das ist kein Zufall: Viele Beschäftigte sind von der digitalen Transformation ihrer Branchen betroffen, und genau hier setzt die QCG-Förderung an. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (2024). Qualifizierungschancengesetz – Fördermöglichkeiten für Arbeitnehmer und Betriebe. Online verfügbar unter: https://www.arbeitsagentur.de/k/weiterbildung-qualifizierungsoffensive

Fazit: Die QCG-Förderung ist deine Chance auf eine finanzierte Weiterbildung

 Das Qualifizierungschancengesetz bietet dir eine einmalige Gelegenheit, deine berufliche Zukunft aktiv zu gestalten – und das nahezu kostenfrei. Ob Digitalisierung, Branchenwechsel oder Aufstieg: Die QCG-Förderung deckt Lehrgangskosten bis zu 100 Prozent ab und entlastet gleichzeitig deinen Arbeitgeber. Die Voraussetzungen sind klar definiert, der Antragsprozess überschaubar und die Vorteile enorm. Wer jetzt handelt, positioniert sich optimal für die Arbeitswelt von morgen.

Nächste Schritte: So beantragst du die QCG-Förderung

 Kläre mit deinem Arbeitgeber ab, ob er die Weiterbildung unterstütztWähle einen zugelassenen Weiterbildungsanbieter (AZAV-zertifiziert)Kontaktiere die Bundesagentur für Arbeit oder dein JobcenterBeantrage vor Kursbeginn eine FörderungszusageStarte deine Weiterbildung und nutze deinen finanziellen Rückenwind  💡 Wichtig: Beantrage die Förderung IMMER vor Weiterbildungsbeginn – eine nachträgliche Förderung ist ausgeschlossen.

FAQ zur QCG-Förderung

 Was ist die QCG-Förderung und wer kann sie nutzen?A: Die QCG-Förderung (Qualifizierungschancengesetz) ist eine staatliche Förderung der Bundesagentur für Arbeit, die deine Weiterbildungskosten bis zu 100 Prozent übernimmt. Du kannst sie nutzen, wenn du sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist, deine Tätigkeit vom Digitalisierungs- oder Strukturwandel betroffen ist und deine letzte Ausbildung mindestens vier Jahre zurückliegt. Die Weiterbildung selbst muss über 120 Stunden umfassen.  Wie beantrage ich die QCG-Förderung?A: Der beste erste Schritt ist, mit deinem Arbeitgeber und dem Weiterbildungsanbieter zu sprechen – die bta unterstützt dich gern dabei, alle nötigen Nachweise zusammenzustellen. Anschließend stellst du gemeinsam mit deinem Arbeitgeber den Förderantrag bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Es ist wichtig, dass du den Antrag vor Weiterbildungsbeginn stellst, damit die Förderung genehmigt wird.  Welche Voraussetzungen muss die Weiterbildung erfüllen?A: Die Weiterbildung muss mindestens 120 Stunden umfassen und von einem zugelassenen Träger mit AZAV-Zertifizierung angeboten werden. Bei der bta erfüllst du diese Anforderung mit unseren praxisnahen, modular aufgebauten Vollzeit-Weiterbildungen – egal ob online oder flexibel kombinierbar.  Zahle ich selbst etwas für die QCG-Förderung?A: Die QCG-Förderung kann, je nach Voraussetzungen, bis zu 100 % der Kosten übernehmen. In bestimmten Fällen ist daher kein Eigenanteil erforderlich.
  
Welche Weiterbildung bringt dich 2026 wirklich weiter?
 Wir beraten dich individuell und finden gemeinsam die Weiterbildung, die zu deinen Zielen und deinem aktuellen Stand passt.